xmas_coverDas Fest der Liebe wird teuer: 266 Euro wollen die Bundesbürger pro Kopf für Geschenke ausgeben. Macht in Summe 18,1 Milliarden Euro (E&Y). Ganz unabhängig der Bilanz des Einzelhandels wurde dieser Heilige Abend teuer erkauft: 2016 war ein ereignisdichtes Jahr – an dessen Ende zwölf Terrortote auf einem Weihnachtsmarkt „stehen“.

Ende 2015 bilanzierte Jörg Lau in der ZEIT: „So viel Jahr war nie“. Da sind wir mal gespannt auf das diesjährige Resümee.

Konsum ist eine Übersprungshandlung. Ein Surrogat, ein Sedativum. Wer sich in dieser Welt nicht mehr zurecht findet, kauft Dinge. An Weihnachten kann er dabei den „guten Zweck“ geltend machen. Und dieser heiligt dann die eingesetzten Mittel.

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Ja, ist denn das ganze Jahr Weihnachten? Unnötiger Konsum begleitet uns durch alle Jahreszeiten. Hier das Ergebnis eines 100-tägigen Selbstversuchs.

„Kaufen wir unseren Enkeln keine I-Phones und Fischstäbchen – kaufen wir uns lieber Zeit“, merkte Hagen Rether bereits vor Jahren an. Diese Zeit, sie kann eine füreinander, aber auch für andere sein. Und von diesen anderen haben wir mehr in unserem Land als je zuvor; Menschen, denen sehr stille Tage bevorstehen. Ihnen die Hand zu reichen würde nichts kosten – dagegen gut zur weihnachtlichen Botschaft passen.